Oxana Chi: “I Step on Air”

Tanzperformance im Rahmen von EDEWA I Einkaufsgenossenschaft antirassistischen Widerstands

Die afrodeutsche Künstlerin Oxana Chi „erzählt“ im Rahmen von Berlins erster Wanderausstellungsfiliale EDEWA, die Einkaufsgenossenschaft antirassistischen Widerstandes, der temporäre Supermarkt, der Geschichte, Widerstand und Interaktion vereint, eine Geschichte aus dem Leben von May Ayim:

Die zeitgenössische feministische Schriftstellerin May Ayim (geb. 1960 – gest. 1996) schrieb in ihren Gedichten, was viele Schwarze Menschen und PoCs in dominanten, männlichen,  weißen Herrschaftssystemen fühlen, denken und erleben. Sie gab dem oft Unsagbaren eine Stimme und setzte diesen Buchstabe für Buchstabe in die Öffentlichkeit. Die Performance „I step on air“ schlängelt sich an Mays Gedicht „leberwurstgrau“ entlang und mündet „in einer bunten republik“? Vielleicht…

Schwungvoll einen Augenblick ihrer Persönlichkeit – zwischen außergewöhnlicher Stärke und Offenheit und schmerzender Gefangenschaft – zu erhaschen, berührt die Tänzerin mit ihrem Fuß die Luft und setzt entschlossen die erste Spur auf den Boden. Die Bewegungsstruktur den Betrachtenden ohne Bevormundung und Belehrungen näher zu bringen, ist der Ausgangspunkt, aus dem die Tänzerin Oxana Chi federleicht hinaus springen wird.

Von Europa nach Afrika, vor und zurück, nach Asien und Amerika und vor, vor und zurück, zick, zack. Inspiriert und abgeschaut bei May Ayim. Als reisende Denkerin trifft sie in „I step on air“ Seelenverwandte Frauen, Lesben und Queers, wie die ungarische Rroma Violinistin Panna Czinka und die afroperuanisch Gewerkschaftlerin Delia Zamudio, die ebenso wie sie für ein selbstbestimmtes Leben eintreten/traten und sich entschieden gegen den Frauentyp stellen/stellten, der sich durch die Jahrhunderte wie ein körperfeindliches Gift im weißen, männlichen Mainstream etablieren konnte.

Zu den Akteurinnen:

Die Tänzerin Oxana Chi, afrodeutsche Künstlerin mit westafrikanischen und osteuropäischen Wurzeln und die Dip. Politologin und Künstlerin Layla Zami mit indisch-karibischen und jüdisch-französisch-deutsch/russischem Familienhintergrund leben als offen queeres Künstlerinnenpaar in Berlin.

Oxana Chi: Idee und Tanz

Layla Zami: Text (May Ayim), Saxophon, Kalimba, Sound (inspiriert von Haruka Fujii)

Anmerkung zum Sound: musikalisch wird die in New York lebende japanische Kompositionskünstlerin und Musikerin Haruka Fujii zitiert, die zeitgenössisch bahnbrechend in der von Männern beschlagnahmten etablierten Musikwelt unbeirrt und extravagant ihren außergewöhnlichen Musikstil durchsetzt und präsentiert.

 

Aufführungen:

1. 02.11.2012, Beginn: 19:30 UhrOrt: BDB e.V. – Pangea Haus 2.OG, Trautenaustr. 5, U9 – Günzelstrasse, 

2. 09.11.2012, Beginn: 19:30 Uhr

ACHTUNG ORTSWECHSEL!!!

Neue Location: Rroma-Aether Theater, Boddinstr. 5, U7 – Rathaus Neukölln, 

3. 16.11.2012, Beginn: 19:30 UhrOrt: Casa Latinoamericana, Pfalzburgerstr. 42, U7 – Blissestrasse,  

Text: Oxana Chi

Foto: Miriam Tamayo                            

Projektverantwortliche: Natasha A. Kelly

Kontakt: edewa@gmx.de

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